Tag 6 Cliffs of Moher

Der letzte Tag unserer Rundreise steht an - und der längste. Schon um 7:15 Uhr werden wir bei Mary abgeholt und erst 14 Stunden später in Dublin eintreffen. Zu so früher Stunde müssen wir leider auf das traditionelle irische Frühstück verzichten und uns mit Kornflakes, Milch, Toast und Kaffee begnügen. Und auch Abschied nehmen, von Killarney und von Mary. Wir wären gerne noch ein paar Tage geblieben. Aber so ist das bei einer Rundreise - da hilft kein Jammern und kein Klagen - es geht immer weiter.

Blick aus unserem Zimmer

Früh am Morgen grüsst von weitem schon die Sonne - es wird wieder ein wunderschöner Tag

Haben wir auch nichts vergessen?

Und wieder heisst es packen. Aber wir wollen ja schließlich auch etwas sehen.

Der letzte Tag im Bus

Der Bus unseres Reiseveranstalters

Zunächst geht die Fahrt nach Limerick. Viel haben wir von diesem Stadtchen nicht gesehen, aber es waren sicher nicht die schönsten Seiten - viel Grau und auch viel Dreck. Schon kurz nach Limerick gibt es schon den ersten Stopp: Bunratty Castle. Dahinter verbirgt sich nicht nur eine alte Burg, sondern auch ein irischer Hessenpark. Typische Gebäude aus dem 19. Jahrhundert sind dargestellt - ob Druckerei, Arztpraxis oder Handwerksbetrieb.

Die Reisegruppe drängt ins Innere der Burg und zwei Burgfräulein in historischen Gewändern erklären -natürlich auf Englisch- wo es was zu sehen gibt. Wir halten uns einen Moment zurück, bis alle durch das Tor verschwunden sind und wollen dann auch die Burg betreten. Eines der beiden Burgfräulein spricht uns dabei an - in fließendem Deutsch. Wir sind angenehm überrascht. Sie hat gesehen, dass wir den Parkführer in Deutsch in der Hand halten und sofort reagiert.

Diese kleine Geschichte zeigt, wie die Iren mit den Touristen umgehen. Sie heissen ihre Gäste wirklich willkommen. Sie sind freundlich und sehr aufmerksam. Und es gelingt ihnen, dass es nie gekünstelt wirkt. Man glaubt, dass sie es ehrlich meinen. Das ist einer der Gründe, warum wir uns in Irland so wohl gefühlt haben.

Die Sonne lacht - wir auch!
Zu Gast beim Earl of Thormond
Die Schmiede
typisches irisches Landhaus aus dem 19. Jahrhundert

Nächster Halt Doolin. Was für ein herrliches Nest - mehr ist es nicht. Aber ich würde gern zwei, drei Tage hier verbringen. Zum einen ist das Pub urgemütlich, zum anderen sind die Cliffs of Moher gar nicht soweit und leicht von hier aus zu Fuß zu erreichen und zu erkunden. Und auch den Berg möchte ich gern einmal erklimmen. Die Aussicht von dort muss gigantisch sein.

Auf meinem Schreibtisch im Büro steht seit Jahren ein Irland-Kalender. In diesem gibt es für jede Woche eine Postkarte mit einem Motiv von der grünen Insel. Und in der letzten Woche vor der Reise war das Motiv Doolin. Als wir mit dem Bus über eine kleine Brücke in das Örtchen fuhren, hatte ich das Gefühl, ich fahre durch eine Postkarte.

So sieht die Postkarte aus Heiner in der Postkarte
Birigt in der Postkarte
Das könnte auch ein Postkartenmotiv sein
Idylle pur
Keine Postkarte! Selbst fotografiert! Jetzt aber erstmal eine Stärkung
Diese Plakat hängt im Pub - und wer wäre nicht gern bei diesem Festival dabei gewesen
Und überall gibt es etwas zu entdecken
Ein kaltes Bulmers Pear
Man kann sich einfach nicht satt sehen

Und dann geht es zu den Cliffs of Moher! Diese beeindruckenden Küstenfelsen sind ein Muss für jeden Irland-Besucher. Auf der einen Seite gibt es die sicheren, offiziellen Besucherzonen, von denen die Cliffs gut zu sehen sind. Auf der anderen seite jedoch wird es richtig interessant. Denn dort kommt man ganz nahe an den Rand der Klippen. Und wenn ich sage ganz nah, dann meine ich auch ganz nah! Nur ein Warnschild und ein kleines Mäuerchen sollen die Besucher zurückhalten, sich von dieser Seite den Cliffs zu nähern. Das gelingt natürlich nicht. Das es recht gefährlich ist, zeigt eine Erinnerungstafel, die all denen gewidmet ist, die dem Rand zu nahe kamen und nicht nur den Halt verloren.

Die Cliffs of Moher von der sicheren Seite
Ich will aber dorthin....
Immer wieder Warnschilder
Das kleine Mäuerchen ist doch kein Problem Aber was für eine tolle Aussicht von hier!
Noch eine Warnung - sogar auf Deutsch!
Birgit nahe am Abgrund - flirting with eternity noch einen Schritt und es geht über 200 Meter steil nach unten

Nach diesem Höhepunkt habe ich eigentlich genung vom umherfahren. Aber es dauert noch einige Stunden bis wir in Galway in den Zug steigen, der uns zurück nach Dublin bringt, wo wir um 20:45 Uhr müde ankommen.

Schnell ins Hotel - es ist das selbe wie zuvor. Wir müssen uns beeilen, denn Essen gibt es dort nur bis 22:00 Uhr (Bier bis 24:00 Uhr). Wir schaffen es und futtern uns satt. Dann noch ein paar Bierchen und völlig erschlagen ins Bett. Wir sind sehr froh, dass wir jetzt noch ein paar Tage in Dublin bleiben können - ohne Bus.

Endlich wieder Dublin Vor dem Bahnhof steht ein Shuttle-Bus zum Flughafen- der muss noch warten, denn wir dürfen noch ein paar Tage bleiben
Feierabend

Noch ein Wort: Wir hatten die Rundreise per Internet bei dem irischen Reiseveranstalter “Railtours Ireland” gebucht - und wir haben es nicht bereut. Die Reise war wunderschön und hervorragend organisiert. Alles war wohl durchdacht und die Führer kompetent und freundlich - dazu eine Klasseunterkunf - mehr geht nicht! Toll!

Bei Interesse: Hier der Link!

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