Tag 2: Dublin

Der zweite Tag in Dublin und heute wollen wir schon etwas genauer hinsehen.Es ist ein Montagmorgen, aber fühlt sich an wie Sonntag, denn es ist Bank-Holiday! Wir sagen Feiertag dazu. Der Himmel ist bedeckt, aber es ist nicht kalt, eher schwül. Was zieht man bei einem solchen Wetter an? Damit hatten wir nicht gerechnet.

Die Stadt erwacht erst langsam, während wir den River Liffey entlang schlendern, der die Stadt teilt. Er ist nicht sehr breit und unzählige Brücken verbinden die beiden Seiten. Die meisten davon sind echte Meisterwerke und Hingucker.

Hier eine kleine Auswahl:

Frank Sherwin Bridge (1982)
Frank Sherwin Bridge (1982)
Rory O'More Bridge (1859)
Rory O'More Bridge (1859)
James Joyce Bridge (2003)

Allein in der Innenstadt gibt es 16 Brücken

Fr. Mathew Bridge (1818)

Jetzt aber erstmal genug Brücken. Wir biegen ab in die “Bridge Street”, welch treffender Name. Vorbei an einem der berühmtesten Pubs Irlands, dem “Brazen Head” (mehr davon am siebten Tag) geht es in den “Cathedral District”. Hier steht die “Christchurch” aus dem Jahr 1030 und die “St. Patrick`s Cahtedral” von 1192. Beeindruckende Jahreszahlen, geschichtsträchtige Gebäude.

Christchurch

“Ich glaube, da vorne müssen wir links. Oder rechts?”

St. Patrick`s Cathedral

Dank guter Vorbereitung und Reiseführer finden wir alles ohne Probleme. Zudem kann man Dublin wunderbar zu Fuß erforschen.

Dublin - alt und neu. Viel Geschichte in einer modernen europäischen Hauptstadt. So ist es nur ganz natürlich, dass wir schon ein paar Straßen später die “Grafton Street” erreichen - eine Shopping-Meile. Und doch gibt es auch hier mehr zu entdecken als man zunächst vermuten möchte. Das “Stephen`s Green Shopping Center” muss man einfach gesehen haben, auch wenn der Sinn gar nicht nach Shoppen steht. Naja, dann haben wir doch etwas gekauft. Ein Buchladen hat es uns angetan und schon sind die ersten Mitbringsel eingekauft. 

Open everyday
Viele Einzelhändler, wenige Ketten machen den Charmen dieses Shopping Centers aus

Wir sind erst ganz am Anfang unserer Reise, aber uns wird jetzt schon klar: Alles werden wir nicht sehen können.

Werbung für das Shopping Center
Liebevoll gestaltet bis ins Detail

Genug shopping - für`s erste! Hunger und Durst “treiben” uns in das nächsten Pub. Oder wir werden gezogen - wie man es sieht. Aber sieht denn nicht schon die Fassade so einladend aus, dass man unmöglich achtlos daran vorbeigehen kann? Zudem ist es nicht einfach so ein Pub, es ist das “O`Neils”. Es gehört zu den “Must-see-Pubs”, wenn man schon mal in Dublin ist. Ich hatte mir im Vorfeld eine Liste mit Pubs gemacht, die ich unbedingt aufsuchen wollte. Und am Ende der Reise hatten wir tatsächlich einige davon gesehen geschafft. Unser Lieblingspub stand jedoch nicht auf der Liste. Aber bis dahin sind noch ein paar Tage Zeit.

Jetzt sitzen wir zunächst im “O`Neils” und lassen es uns richtig gutgehen. Wie alle Pubs gibt es hier nicht nur Guinness - sondern 6,7 oder noch mehr Biere frisch vom Fass - ein Traum für jeden Biertrinker. Das “O`Neils” hat sogar einige besondere Biere im Angebot und ich teste natürlich sofort. Ich bestelle mir ein “Blarney Blonde”. Wie Du auf dem Bild sehen kannst, sieht das irische Lagerbier gar nicht schlecht aus, es schmeckt aber grottig. Es war sicherlich das mieseste Bier des ganze Urlaubs - eigentlich sogar das einzige miese Bier!

Natürlich habe ich auch mal Carlsberg, Budweiser und diverse spezielle Biere vomFass getrunken, aber die sind alle ok. Nur nie mehr “Blarney blonde”.

Wir sitzen uns richtig fest im “O`Neils”, denn im Fernsehen läuft das Endpiel im Gälic-Football zwischen Kerry und Dublin. Die ganze Stadt ist voll mit Fans, aber Unruhe, Ausschreitungen oder so gibt es nicht. Eine sehr interessante Sportart, ein bißchen wie Rugby und Fußball, sehr schnell, hart aber fair. Dublin hat keine Chance und schon nach wenigen Minuten ist klar, dass Kerry heute als Sieger den Platz verlässt. Zwar hofft der ganze Pub auf eine Aufholjagd, aber die kommt nicht und Kerry siegt. Wie stolz die Region Kerry auf ihre Sieger ist erfahren wir eindrucksvoll in den nächsten Tagen. Denn wir werden zunächst Dublin verlassen und in den Südwesten reisen.

O`Neils

Wenn das nicht einladend ist....

Das Bier von Blarney Castle und dorthin führt uns unsere morgige Fahrt (aber das wissen wir zu diesem  Zeitpunkt noch nicht

Nicht wirklich zu empfehlen: Blarney blonde

Iren essen tatsächlich Irish Stew und trinken Guinness - diese Legende ist wahr

Ein Nachmittag im Pub

rechts sieht man die vielen Zapfhähne, und aus mindestens zwei davon fließt Guinness

Ich möchte die Zeit anhalten

Irgendwann verlassen wir das Pub und erreichen zwei Straßen später Temple Bar. Dies ist ein Viertel in Dublin, in dem die Pub -Dichte noch höher ist als ohnehin schon. Wir finden ein wirklich gutes Restaurant (“The Shack”) und essen ganz hervorragend. Am Abend kann man die Preise kaum bezahlen, aber von Mittag bis zum späten Nachmittag gibt es die gleichen Speisen deutlich günstiger. Ein echtes Schnäppchen und wir lassen es uns gutgehen.

Da wir am nächsten Tag sehr früh aufstehen müssen, fahren wir zurück ins Hotel. Es regnet. Wir werden nass - es gibt ihn also doch: den typischen irischen Regen.

Der Tag zuvor

Der Tag danach

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