|
Nachdem ich die Band am 13.10.01 nicht in Idstein sehen konnte, entschloss ich mich das Konzert in Marburg am 19.10.01 zu besuchen. Nachdem die Bundesbahn wegen missverständlicher Zugschilder mich zunächst auf eine kleine Hessenrundreise schickten (bis nach Herborn), kam ich durstig gegen 18:00 Uhr in Marburg an. Ich war zum ersten Mal hier und suchte zunächst ohne Erfolg eine Kneipe. Natürlich gibt es Kneipen hier, aber die ich entdeckte, waren eher Restaurants und als Alleinreisender stand mir mehr der Sinn nach einer schönen Theke. .
So kam ich erst gegen 20:00 am Veranstaltungsort im KFZ zu meinem ersten Bier. Was für ein Durst. Eckhard fachsimpelte schon bald angeregt mit den zahlreichen erschienenen Fans. Er hatte nicht zuviel versprochen, die Birth Control Pins sind sensationell. Viel besser aber war der Absatz an LPs und CDs. 
Und dann gings endlich los. In einer kleinen Halle oder in einem Club kommt BC noch stärker rüber als auf der grünen Wiese. Packende Songs und Solis brachten schnell Bewegung in die Menge. Und alte und neue Titel kamen gleichermaßen gut an, dafür sorgte der kompakte Sound der Band, die ihren guten Ruf als Live-Act wieder einmal untermauern konnten .
Hänger und Langeweile sind Fremdwörter, so dass der Gang zum Bierholen oder zum Bierablassen schnellstmöglich erledigt werden musste, um ja nix zu verpassen. Nicht zu vergessen: Der Spass, der allen Beteiligten anzusehen ist, kommt über die Bühne auch beim Publikum an. Begeisterung allerorten! Spitze Birth Control!
Nach dem Gig gab es noch ein paar Plaudereien (Die Oase) und die Idee, ein Soloprogramm von Nossi im Vorprogramm der Band zu installieren. Denn Bernd ist ein verkannter Komödiant. Anschließend machte ich mich auf ins Marburger Nachtleben, und siehe da, eine Universitätsstadt rechtfertigt ihren Ruf. Auch um zwei Uhr morgens war eine ganze Menge los auf den Strassen.
Viele, viele junge Leute und wo kann man sich um diese Uhrzeit noch richitg sattfuttern. Versuch das mal in Frankfurt! Und schließlich fand ich auch noch die Kneipe mit der Theke. Und guter Musik: Pink Floyd, Steve Miller, Dylan, Stones usw. Hier trank ich meine ersten Biere im 45. Lebensjahr, Prost!
4:13 Uhr ab Marburg, diesmal schickte mich die Bahn direkt nach Frankfurt zurück. Und so schnell wie kein ICE die Strecke schafft: kaum war der Zug losgefahren, döste ich ein.
Als ich die Augen wieder aufschlug, sah ich schon den Messetum.Und dann versuchte ich um 5:30 Uhr im Frankfurter Hauptbahnhof frische Brötchen zu bekommen: “Wir öffnen erst um sechs!!!!”. Ganz klar, ich war wieder daheim.
PS. Die Bilder sind zum teil etwas skuril, aber meine kleine Pen-Camera macht halt im Dunkeln keine Bilder. Egal!
|